Ginkoblattschmuck

Gemeinschaftspraxis für Innere Medizin, Hämatologie und Onkologie Weimar

Dr. med. Katja Zulkowski, Dr. med. Claus-Peter Schneider,
Dr. med. Thomas Schröter

Foto: Floydine, Adobe Stock

Verabreichung von Chemo- und Immuntherapien und andere i.v.-Medikamenten

Im Therapieraum unserer Praxis erhalten Patienten unter Überwachung von erfahrenen Krankenschwestern und Medizinischen Assistentinnen intravenös oder subcutan zu verabreichende onkologische Therapien. Es stehen bequeme Therapieliegen zur Verfügung, die sich elektrisch in verschiedene Positionen verstellen lassen. Die Therapien werden über Infusiomaten verabreicht.

Im Allgemeinen läuft eine Therapie nach folgendem Schema ab:

Die Entscheidung für eine Therapie wird in einem ärztlichen Gespräch mit dem Patienten gemeinsam getroffen. Es werden eventuell notwendige Voruntersuchungen veranlasst.
Am Therapietag werden die Patienten von den betreuenden Therapieschwestern nach ihrem Befinden befragt. Es erfolgt eine Blutbildkontrolle am Automaten mit Vorliegen des Ergebnisses innerhalb weniger Minuten sowie bei einigen Therapien die Kontrolle des Blutdruckes und des Pulses. Wenn alle Ergebnisse vorliegen werden diese bei Bedarf mit dem den Therapieraum mitbetreuenden Arzt besprochen.

Dann erhalten Patienten, wenn für das Therapieschema notwendig, eine sogenannte Prämedikation, das sind Medikamente gegen Übelkeit oder allergische Reaktionen, meist in Form einer Kurzinfusion.

Im Anschluss wird die eigentliche Therapie verabreicht. Die Dauer richtet sich nach den Vorgaben der Hersteller bzw. der individuellen Verträglichkeit.

Nach der Therapie wird der venöse Zugang entfernt, der Portkatheter gegebenenfalls gespült, und je nach Therapie erfolgt nochmals eine Kontrolle von Blutdruck und Puls. Dann kann nach einer kurzen Nachbeobachtung die Entlassung in die Häuslichkeit erfolgen.

Sollten Komplikationen oder Beschwerden während der Therapie eingetreten sein wird vor der Entlassung aus der Praxis noch ein ärztliches Gespräch erfolgen. Sehr selten ist eine stationäre Nachbetreuung notwendig. In der weit überwiegenden Zahl werden die heute üblicherweise eingesetzten Therapien sehr gut vertragen.

Nahezu alle Chemotherapien außerhalb von Hochdosiskonzepten können deshalb ambulant verabreicht werden. Das ermöglicht den Patienten, auch während der Therapien in ihrem gewohnten häuslichen Umfeld bleiben zu können. Außerdem bewegen sich die Patienten meist mehr während eines stationären Aufenthaltes und können so die positiven Effekte von Aktivität auch während der Chemotherapien nutzen. Die unter stationären Bedingungen immer notwendige prophylaktische Gabe von Gerinnungshemmern kann somit auch entfallen. Durch die Nähe zu Familienangehörigen und dem Alltag können bekannte positive Ressourcen (=Kraftquellen) genutzt werden.

Nebenwirkungen einer Chemotherapie treten meist erst zeitlich versetzt auf. Ausnahmen sind u.a. allergische Sofortreaktionen oder Tumorlysesyndrome, die noch während der Infusion oder kurz danach auftreten. Gerade die kritische Phase zwischen Tag 5 und 10 nach der Therapie sollte aber primär bei den Onkologen stattfinden, die die Chemotherapie verabreicht haben, damit kein Informationsverlust zum Beispiel über Begleitmedikamente stattfindet.

Werden Therapien fortgeführt, die im Krankenhaus oder in anderen Behandlungseinrichtungen eingeleitet worden sind, erfolgen diese in der Regel ohne relevante Änderungen.
In unserer Praxis entscheiden wir gemeinsam mit den Patienten, was für die spezielle Situation des Patienten am günstigsten ist, d.h. ob die Therapien ganz ambulant oder stationär oder nur teilweise ambulant verabreicht werden sollten. Wir haben freie, d.h. nicht MVZ-bzw. kliniksunabhänige Versorgungsaufträge und vertreten deshalb keine Kliniksinteressen.

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